Mittwoch, 31. Dezember 2008

México ist anders als die Schweiz!

Hier ein paar komische und vielleicht lustige Dinge, die anders sind als in der Schweiz oder was ich mich gewohnt bin! Viel Spass!

· Es gibt „probadores“ (Umziehkabinen) für Schuhe und du musst sie sogar benutzen!
· Es gibt kein Toilettenpapier auf den Toiletten der Uni. Wortwörtlich "Scheisse", wenn du das vergisst.
· Bushaltestellen existieren zwar, bedeuten aber nichts. Du stehst auf die Strasse und winkst dem nächsten Bus.
· Hier sagt man nicht zwei Wochen, sondern 15 Tage.
· Ohrstäbchen findest du bei der Babynahrung. Wo sonst?
· Mittagessen gibt es frühestens um 15 Uhr und Abendessen um 21 Uhr.
· Häuser haben keine Heizung und darum ist im Winter draussen wärmer als im Haus.
· Eine normale Fahrt im Microbus kostet 5.50 Pesos (ca. 50Rp), eine Fahrt im Luxusliner für ca. 2 Stunden kostet 8 Franken.
· Eine Jugendherberge in Cancún findest du für 4 Franken die Nacht.
· „Gringas“ sind sowohl Amerikanerinnen als auch Tacos.
· Party machen kann man hier auch schon um 4 Uhr nachmittags!
· Polizisten können ohne Probleme geschmiert werden. Anstatt Alkoholtest wird eine 4 verlangt (steh auf ein Bein und bilde sowas wie eine 4 mit deinem Körper). Automatische Alkoholtests existieren hier wohl noch nicht!
· In der Metro werden „lamparas con luz“ (Lampen mit Licht) verkauft! Ach nein, mit was denn sonst?
· Der Müll wird offiziell getrennt und anschliessend wieder zusammengeworfen.
· Es fliegen Flugzeuge über die Stadt, die Werbung per Lautsprecher machen.
· Leute halten mitten auf der Strasse an, um irgendetwas zu erledigen.
· Im Kino gibt es keine festen Sitzplätze, du kannst sitzen wo du willst.
· Bei viel Verkehr laufen Personen auf den Strassen rum und verkaufen Essen und Trinken und vieles mehr.
· Zum Reifenwechseln muss man die Fahrbahn nicht verlassen. Das geht auch auf der rechten Spur.
· Es gibt überall und ständig „topes“ (Bremshügel) auf den Strassen.
· Märkte werden auf der rechten Spur einer vierspurigen Strasse aufgebaut.
· Taxis sind oft grüne Käfer.
· Vor den Schulen stehen Mütter in Autos kilometerlang Schlange um ihre Kinder abzuholen.
· Geschirr wird unter laufendem, oft kaltem Wasser gespült, zum Trocknen hingestellt und teilweise nass in den Schrank geräumt.
· Die Post öffnet gegen Mittag und schliesst offiziell um 16 Uhr, oft aber auch schon früher.
· Mexikaner begrüssen und verabschieden sich mit einem „beso“ (Küsschen) auf die Backe.
· Der Opel Corsa heisst hier Chevy.
· Ein Liter Benzin kostet nicht mal 1 Franken.
· Überall gibt es Leute, die einem für 1 Peso helfen:
- Parkticketindenautomatenschieber
- Parkplatzein- und -ausweiser, auch „viene viene“ genannt
- Verkehrswinker
- Tütenimsupermarkteinräumer

· Es gibt VIP Kinos, die haben bequeme Sitze und ein integriertes Restaurant (Pizza und Getränke inklusiv)
· Im Arztzimmer steht ein Fernseher.
· Wenn jemand eine Frage nicht beantworten kann, sagt er lieber etwas Falsches, als dass er es zugibt. Vorsicht, beim nach dem Weg fragen!
· Fahrradfahrende Frauen gibt es hier nur zwei – Franzi und mich!
· In der Metro kann man von CD’s über Süssigkeiten bis hin zum Nähzeug alles kaufen.
· Süssigkeiten mit Chili sind definitiv gewöhnungsbedürftig.
· Man kann auch auf der Autobahn auf der Ladefläche eines Pickups mitfahren.
· Leute stellen sich ein Fitnessgerät, einen Grill oder Spielautomaten in die Garage und nennen sich Spa, Imbiss oder Spielhalle.
· Den McFlurry kriegst du mit beispielsweise M&M’s plus Caramelsauce. Viel zu süss!
· Männer sind echte Gentlemen. Sie halten Türen auf, gewähren Vortritt, holen Frauen zuhause ab und bringen sie anschliessend wieder heim und bezahlen alles.
· Auf der Strasse kannst du überall geschlachtete Hühnchen oder sogar Schweine kaufen.
· An roten Ampeln sorgen Jongleure, Feuerspucker und Clowns für Unterhaltung.
· Shampoos und Niveau Gesichtscremes gibt es in 750ml Flaschen oder Dosen.
· Gewisse Familien essen keine Früchte oder Gemüse bevor nicht alles dreimal desinfiziert ist.
· „Día de los muertos“ (Allerheiligen) ist ein fröhlicher Feiertag.

Dienstag, 4. November 2008

Erholung pur(e)

Freitag Nachmittag gings los Richtung Acapulco. Die Reise dauerte 7 Stunden, aber das nur, weil wir 3 Stunden im Stau in Mexico City standen. Wir haben uns dann abgewechselt beim Fahren und kamen gegen 11 Uhr auch endlich an.
Am Samstag schliefen wir lange und gingen am Nachmittag in ein Restaurant direkt am Meer, mit Pool, Liegenstühlen, etc. Wunderschön!
Meine Familie hat in Acapulco eine Ferienwohnung und der Nachbar unter uns ist DJ im nahegelegenen Club. Um 11 Uhr abends holten wir Franzi in ihrem Hotel ab. Ihre Familie war nämlich auch gerade da übers Wochenende. Wir gingen essen und dann kurz nach Mitternacht ins Pure. Ja, Cristina und Iñigo kamen auch mit. Leider war die Musik anfänglich nicht sehr gut und so haben wir uns nach etwas mehr als einer Stunde entschieden Ricky, dem DJ einen Besuch abzustatten! Das war eine sehr gute Idee, denn von da an wünschten wir uns die Musik und hatten unsere Privatparty oben beim DJ. Wir wurden dem Besitzer des Pure vorgestellt und bekamen krugweise Getränke! Cristina und Iñigo machten sich dann nach 3 Uhr auf den Weg nach Hause, doch wir blieben noch, denn jetzt machte es uns riesig Spass! Um 6 Uhr war niemand mehr im Club und wir legten noch jede Menge deutscher Lieder auf, war total lustig. Um halb 8 verliessen wir gemeinsam mit Ricky das Pure und gingen hinaus in die Hitze! Zuhause gingen wir schwimmen, oops man darf erst am 8.30 Uhr, der Poli hatte nicht so Freude an uns. Dann gabs Quesadillas zum Frühstück und endlich durften wir auch schwimmen! Um 11 Uhr fuhren wir Franzi in ihr Hotel, denn ihre Familie fuhr bereits am Sonntag zurück. Kurz vor Mittag gings dann endlich ins Bett, wo ich auch bis halb 6 blieb. Später gingen Ricky und ich noch ins Kino und etwas trinken, war total lustig!
Acapulco ist echt der ideale Ort für Erholung, dank der Wärme schläft man traumhaft. Doch man sollte nicht die ganze Nacht unterwegs sein... Montag lag ich den ganzen Tag am Pool und ging schwimmen! Am Abend flogen wir dann zurück nach Mexico City in die Kälte!

Montag, 27. Oktober 2008

Irrfahrt in Mexico DF

Ok, heute durfte ich also Euken alleine zum Sportsworld und Karate fahren. Sportsworld war echt keine Sache, dahin bin ich schon x-mal, aber beim Karate war ich erst einmal und da sass ich auf dem Beifahrersitz und hab mich sicher nicht auf die Strasse konzentriert.

Wir waren also bei Sportsworld und ich hab mich in das fette Strassenkartenbuch vertieft, um rauszufinden, wohin ich muss. Hatte leider weder ne Strasse noch sonst ne genaue Angabe. Cristina fand nur irgendwo beim McDonald's. Naja, glücklicherweise haben mir dann Jacobo, der Boxtrainer und sonst noch ein Sportlehrer erklärt, wohin ich muss und mir genaue Angaben gegeben. Euken und ich machten uns also auf den Weg und glücklicherweise wusste auch Euken ungefähr wohin und so musste ich nur zwei, dreimal um den Block fahren, bis ich dann endlich in der richtigen Strasse war. Kein Problem also...

Um 18.40 Uhr war dann Karate auch fertig und ich hab mich zuvor wieder im riesen Strassenkartenbuch schlau gemacht . Sah ech ganz einfach aus, Strasse rauf, dar la vuelta und rechts Richtung Jardines de San Mateo. Na denkste, erstes wars dunkel, zweitens hats leicht geregnet und drittens war ein riesen scheiss Verkehr mit tausend hupenden Autos. Ich bin ja schon riesig autoerprobt hier in Mexico... Ich fuhr also an McDonald's vorbei und habe "dar la vuelta" gemacht, das heisst ne Runde gedreht, um auf die andere Strassenseite zu kommen. Sah auch noch alles bekannt aus, doch plötzlich war ich irgendwo, wo ich sicher nicht hätte sein sollen. Normalerweise dauert es auch nur gute 5 Minuten bis nach Hause... Ok, dann mal weiterfahren und es sah echt immer schlimmer aus. Hatte echt keine Ahnung mehr, wo ich war! Euken fand es dann auch nicht mehr so toll und fand wir sollten Cristina anrufen. Wär ja ne gute Idee, aber hatte erstens fast keinen Akku mehr und zweitens hätte es auch nichts gebracht, weil ich ihr ja nicht hätte erklären können, wo wir waren! Es war ziemlich hoffnungslos. Ich hatte ne riesen Angst, war am zittern und den Tränen nahe. Einfach die Hoffnung nicht verlieren und sich nichts anmerken lassen. Euken war in der Zwischenzeit glücklicherweise eingeschlafen, ein Problem weniger also. Fuhr dann mal Richtung Fes Acatlán, meine Uni, leider war nach einem Schild auch schon wieder fertig. Nächste Option war Toluca oder Toreo, ehrlich gesagt, beides nicht so toll. Hab mich dann aber für Toreo entschieden, den Busbahnhof, den ich kenne. Ich war übelst im riesen Stau mit den blöden Microbuses, die ganz schön nerven. Alle Autos standen quer und jeder normale Schweizer hätte Panik gekriegt. War auch echt nahe daran, denn ich wusste immer noch nicht, wo ich war und ich war mittlerweile sicher schon ganze 20 Minuten herumgeirrt. Option Taxi hätte es ja auch gegeben, hatte aber keine 5 Franken dabei und hätte auch das Auto nicht irgendwo stehen lassen können.

Als ich dann endlich an so nem blöden Kinderspielzeuggeschäft vorbeifuhr, wusste ich endlich wo ich war. Und da hätte ich echt nicht sein sollen. Glücklicherweise bin ich dort schon mehrfach in einem Microbus gesessen und wusste so, wohin ich musste. Ich war echt überglücklich, als ich mich wieder orientieren konnte. Nun dauerte es nur noch etwa 10 Minuten und ich war zuhause.

Cristina muss mir unbedingt bald mal zeigen, wie ich vom Karate auf direktem Weg nach Hause komme. So eine Irrfahrt will ich nicht noch einmal erleben!! Ich hätte ja echt irgendwo landen können, was nicht so toll ist hier in Mexico City!

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Älplermagronen

Letzten Freitag haben Franzi und ich für unsere Freunde Jorge und Chino aus Cuernavaca gekocht. Wir wollten etwas deutsch-schweizerisches machen und haben uns dann für Älplermagronen entschieden. Am Donnerstag gingen wir also einkaufen und zwar mit dem Auto! Ich durfte am Mittwoch Abend das erste Mal das Auto probieren und ich muss sagen, so schlimm ist es überhaupt nicht. Wenn man weiss, wohin man muss. Ich hätte keine Ahnung, wie ich aus der Stadt heraus komme. Wir waren also etwa eine Stunde im Supermarkt bis wir alles hatten. Naja, Käse und Schokolade waren leider nicht aus der Schweiz...

Wir haben dann noch am selben Tag einen Kuchen (ohne gemahlene Haselnüsse) und ein Schoggimousse (die Schoggi war mit Zimt und Nelken, gab nur die) gemacht. Später am Nachmittag hat Franzi mich angerufen, nachdem der Kuchen bestimmt schon fast zwei Stunden im Ofen war, dass der irgendwie komisch aussieht.

Naja, man konnte ihn essen, aber nicht ansehen. Am Freitag nach dem Spanischkurs ging ich dann zu Franzi und wir haben erst mal Apfelmuss gekocht. Haben wir beide noch nie gemacht, aber ganz ehrlich, es war köstlich! Die Jungs standen studenlang im Stau, keine Seltenheit in Mexico und kamen erst kurz vor 20 Uhr. Wir gingen dann kurz zu mir, weil die Jungs bei mir schlafen sollten und ich sie den Hunden vorstellen musste. Das Auto der Jungs blieb dann bei mir und ich nahm unser Auto. Endlich gegen 21 Uhr begannen wir dann mit kochen. Es gab Salat mit italienischer Salatsauce (Himbeer Balsamico und Olivenöl), Älplermagronen mit Apfelmuss und zum Dessert Mousse au Chocolat (mit Zimt und Nelken!). Aber das Essen war echt lecker und die Jungs waren begeistert.

Gegen Mitternacht gingen wir dann zu mir, wo wir noch zwei Flaschen Wein getrunken haben und einfach den Abend gemeinsam genossen haben. Gegen 3 Uhr morgens entschieden Franzi und ich uns dann, dass wir nicht zu ihr zurück gehen zum schlafen, weil wir schon viel zu müde waren. Also schliefen wir zu viert bei mir, auf zwei Betten und einem Sofa. Aber es ging schon, wir waren so müde, dass es egal war.

Am Samstag ging es dann mal bis 13 Uhr bis wir alle wach und geduscht waren. Dann sind wir Richtung Zentrum gefahren, wo Chino's Tante wohnt. Unter der Woche wohnt er bei ihr, weil er hier studiert. Wir gingen noch ein wenig die Condesa (das Viertel) erkunden und in ein Kaffee.

Um 20 Uhr waren Franzi und ich soo müde, dass wir für zwei Stunden schlafen gingen. Aber dann nach 22 Uhr ging der Ausgang los. Wir gingen ins Mama Rumba, wo eine Salsa Band gespielt hat und den ganzen Abend tanzten wir Salsa. War echt total cool, ich muss unbedingt mehr Salsa lernen, macht total Spass!

Am Sonntag gingen Franzi und ich dann alleine noch an den Zócalo im Zentrum von México. Im Dunkin Donut wollten wir schnell einen Kaffee trinken und einen Donut essen und ich Held leere meinen ganzen Kaffee über mein Handy!! Naja, es lebt noch, war aber total klebrig. Später gings noch in einige Läden und über den Markt bei Bellas Artes. War total cool und billig, sodass wir eine Armkettchen und ich eine Tasche gekauft haben. Man muss nur ein wenig markten, dann stimmt auch der Preis, der auch vorher nicht hoch war! ;-)

Das wars von meinem Wochenende... das nächste kommt schon bald!

Montag, 13. Oktober 2008

Metepec y la Condesa

Last weekend Franzi and I went to Metepec to visit my friend Gaby. She was a Rotary exchange student to Switzerland 2006/2007. It was amazing seeing her after like one and a half years. Her family is really open and friendly like all mexicans. We went to a birthday party of Gaby's aunt, where we met her cousin Ricardo, who was in Germany as an exchange student. After talking for a while we found out that we both know the same Rotex people from District 1800! Isn't it incredible? Well, lateron we went to the centre of Metepec and around 10pm we went to a bar/club called Lime. We had a good time talking, dancing and getting some drinks. We left the place around 2am and went to eat some tacos. So, there were five different salsas... Franzi and I decided that the yellow one, doesn't look as hot as the others, because we thought it would be something with curry. Far from it! We were burning from the inside out! It was unbelievably hot!! The whole taco place was laughing about is, it must have been really funny watching us coughing and getting reder and reder every second!! Well, later we found out, that the yellow salsa is made of Chili Habanera, one of the hottest chilies in the world! Thanks a lot for the warning!
Sunday we chilled the whole moring on Gaby's bed and shortly after noon, we went to a Outlet Mall. We lingered through the stores and bought some things. Together with Gaby's parents we had lunch and afterwards they brought us to the Airport, where we took the bus back to Tlalnepantla, which is where Franzi lives. Fortunately we didn't hit much traffic, so we were back at 6pm. Franzi went home and I got picked up by Joserra, the guy I met on the plane from London to Mexico. We went to the Condesa, a part of the city that is really nice and has lots of bars, restaurants and clubs. We went to two bars, drank una cerveza and just talked a lot. It was really cool. Later we went to a taco place, where he ordered me two tacos and two gringas. It was really delicious!! I enjoyed the time we spent together and we got to know each other a little more.
He brought me home and I pretty much went straight to bed, I was so tired! Live in Mexico is amazing and I enjoy it a lot!